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Visual Content wird wichtiger – nicht nur in Form von Bildern oder Videos. Lerne weitere visuelle Inhalte, Beispiele, Tipps und Tools kennen.

 

Marketing und Public Relations nutzen Visual Content. Allerdings auf unterschiedliche Art und Weise und die unterschiedlichsten Ziele. So haben sich visuelle Kommunikation und Visual (Content) Marketing entwickelt. Im Mittelpunkt steht immer das Ziel, Zielgruppen, Stakeholder und die Öffentlichkeit mit einem weiteren Inhalt, möglichst schnell und einfach zu erreichen. Das gelingt Visual Content mittlerweile weitaus besser als textuellen Inhalten. Das liegt vielleicht an unserem immer schneller werdenden Leben, an der sich ständig verändernden Technologie oder an unserer immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne.

Oder Visual Content erfreut sich einfach immer größerer Beliebtheit – schließlich weiß jeder ein gutes Foto oder Video zu schätzen. Hinter dieser Entwicklung steckt weitaus mehr. Es wird Zeit, dass sich jeder Marketer und PRler ernsthaft(er) mit diesem Thema auseinandersetzt. Um Visual Content kommen wir schließlich nicht mehr herum – das zeigt auch die Begeisterung für visuelle Kanäle wie Pinterest, TikTok oder Instagram. 😉 

Darum erfährst du in diesem Beitrag:

  • Was ist Visual Content?
  • Welche Bedeutung hat Visual Content?
  • Welche Visual-Content-Arten gibt es?
  • Wie erstellt man diese visuellen Inhalte? Worauf solltest du dabei achten?

An dem Artikel habe ich bereits über einen Monat gearbeitet und ich bin lange noch nicht fertig. Freu dich in Zukunft auf weitere Content-Arten, Unterschiede zwischen Visual Content im B2B- und B2C-Bereich und wie du unterschiedliche Budgets einsetzen kannst, um guten Visual Content zu erstellen. All das werde ich hier nach und nach ergänzen. Es lohnt sich also, diesen Artikel zu bookmarken und regelmäßig zu besuchen. 😉

 

Was ist Visual Content?

 

Das ist vielleicht die einfachste Frage, die ein Marketer oder Kommunikator beantworten kann? Die Antwort steckt schon im Namen: Es handelt sich dabei um visuelle Inhalte, die man statt, oder Texten nutzen kann, um Informationen aufzubereiten und diese dann mit anderen Menschen zu teilen. Dabei kannst du Visual Content natürlich auch als Ergänzung zu anderen Inhalten nutzen – du reicherst damit beispielsweise vorhandene Texte, Videos oder andere Content-Arten an. Dein Visual Content ist vielleicht so gut ausgearbeitet und mit Details versehen, dass keine weiteren Erklärungen oder Content-Arten notwendig sind, um diesen visuellen Baustein zu erklären Das ist zum Beispiel bei Erklärvideos oder Infografiken der Fall.  Was kein Problem für gut erstellte Erklärvideos oder Infografiken ist, ist für Formate wie Titelbilder schon schwieriger.

Schließlich soll das Titelmotiv für einen Blogbeitrag gut erkennbar sein, auch wenn das eine oder andere Textelement wie der Titel eines Blog-Beitrags eingefügt wurde. Visual Content wird sowohl im Marketing als auch in der Kommunikation verwendet. Wenn man sich mit visuellen Inhalten ein wenig beschäftigt fällt auf, dass es im Zusammenhang mit Visual Content zwei weitere Begrifflichkeiten gibt. Diese zwei Teildisziplinen nutzen Visual Content dabei auf sehr unterschiedliche Art und Weise:

Visuelle Kommunikation

Hier wird Visual Content genutzt, um eine Botschaft zu vermitteln, Veränderungen anzuregen oder Emotionen hervorzurufen. Außerdem ist visuelle Kommunikation ein Teil des Kommunikationsdesigns. Auch das Erstellen von Botschaften, die aufklären, motivieren und engagieren, und Teile des Grafikdesigns können zur visuellen Kommunikation gehören. Designprinzipien werden genutzt, um eine Botschaft klar und auffällig zu kommunizieren.

Visual Content Marketing

Bei dieser Form des Content Marketings werden Bilder genutzt, um wertvolle Informationen mit ansprechenden visuellen Formaten zu vermitteln. Das Ziel: Menschen auf die eigene Website, die eigene Sache oder die eigenen Angebote aufmerksam zu machen. Typische visuelle Inhalte für diese Form des Marketings sind Bilder, die sofort mit der Marke oder dem Unternehmen in Beziehung gesetzt werden können – auch Signature Brand Images genannt.

Falls dich das Thema visuelle Kommunikation interessiert und du dazu mehr lernen möchtest, lohnt sich für dich ein Blick auf meinen Deep Dive zum besagten Thema. 🙂 Er ist direkt auf refind einsehbar. Dort lernst du alle wichtigen Aspekte visueller Kommunikation kennen:

Falls du dich für das Thema interessierst, aber keinen refind-Account hast, findest du im Folgenden alle Links, die im Deep Dive enthalten sind:

  1. What is Visual Communication and Why Is It Important – visme.co
  2. The Principles of Design and Their Importance – toptal.com
  3. Visual Literacy and Visual Communication: Their Role in Today’s Content Marketing – visme.co
  4. Beginning Graphic Design – Layout and Composition – GCFGlobal
  5. Typography Tutorial for Beginners: Everything You Need To Learn Typography Basics – HubSpot
  6. Beginning Graphic Design – Color – GCFGlobal
  7. Beginning Graphic Design – Images – GCFGlobal
  8. The complete guide for how to marry text and images in your designs – Canva
  9. What is brand identity? And how ti design and develop a great one – 99designs
  10. How to Use Visual Communication: Definition, Examples, Templates – Venngage

Warum ist Visual Content so wichtig?

Wer hat nicht zumindest eine der zahlreichen Studien und Umfragen zum Thema Visual Content gesehen – vor allem auf internationaler Ebene gibt es hier viel zu entdecken.

Zählst du vielleicht zu den Kommunikatoren oder Marketern, die vom Einsatz visueller Inhalte nach wie vor nicht überzeugt sind? Dann nenne ich dir – mithilfe einiger internationaler Studien – viele gute Gründe, warum du auf Visual Content setzen solltest.

Den wichtigsten Grund – den du auch in den Studien immer wieder findest – nenne ich dir schon jetzt: Menschen sind visuelle Wesen. Das bedeutet, dass uns visuell aufbereitet Informationen nicht nur am schnellsten ins Auge fallen, sondern das wir diesen Input auch am leichtesten im Kopf behalten.

eEine Studie, die HubSpot mit über 3.400 Marketern weltweit durchgeführt hat, zeigt:

  • Die beliebteste und meistgenutzte Medienform im Content Marketing ist Video.
  • Etwa 70 Prozent der befragten Unternehmen investieren in Content Marketing, was unter anderem auch visuelle Marketingstrategien beinhaltet.

Im Jahr 2019 führte Venngage eine Studie mit unterschiedlichen Content Marketern durch – zu den Ergebnissen zählten:

  • Etwa 49 Prozent der befragten Marketer gaben an, dass visuelle Inhalte sehr wichtig für ihre Marketingstrategie sind.
  • Die Studienteilnehmer gaben 31 Prozent ihres Budgets im Jahr 2019 für die Erstellung visueller Inhalte aus.
  • Von 2018 bis 2019 stieg die Nutzung visueller Inhalte bei den Befragten um 10 Prozent.
  • Ein Großteil der befragten Marketer war davon überzeugt, dass auch im Jahr 2020 und 2021 die Nutzung visueller Inhalte bei ihnen steigen würden – aufgrund der zunehmenden digitalen Kommunikation ausgelöst durch die Pandemie, ist es höchst wahrscheinlich, dass diese Annahme wahr wurde.

Eine Studie von Statista zeigt ebenfalls, dass Video für viele Marketer nach wie vor zu den wichtigsten visuellen Elementen einer Kampagne zählt:

  • 71 Prozent der Studienteilnehmer nutzten Videos und Filme. Nur 70 Prozent setzten auf Fotos und 60 Prozent auf Grafiken.
  • Nur sehr wenige Marketer setzen gezielt auf Charts oder E-Books

Im Januar 2021 veröffentliche Bazaarvoice, ein Anbieter von Review- und User-Generated Content Lösungen, eine Studie, die den Einfluss von Visual und Social UGC auf den Onlinehandel untersuchte. An der Untersuchung nahmen etwa 8000 Verbraucher aus Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada und den USA teil:

  • 74 Prozent der befragten Verbraucher sehen lieber Produktbilder von anderen Interessenten und Käufern als professionelle Hochglanzbilder.
  • Außerdem gaben 62 Prozent der Studienteilnehmer an, dass Video- und Fotoaufnahmen von anderen Verbrauchern die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs steigen lässt.
  • Verbraucher zwischen 18 und 34 Jahren bevorzugen Instagram nicht nur als Inspirationsquelle, sondern auch als Kauffplattform. Gleichzeitig ist für diese Verbauchergruppe das Thema Visual User Generated Content am wichtigsten – umso authentischer die Bilder wirken, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Kauf getätigt wird.

Weitere Quellen und Argumente für Visual Content?

Ich konnte dich bis hierhin nicht vom Einsatz und der Wichtigkeit von Visual Content überzeugen? Dann schaue dir die folgenden Leseempfehlungen an.

Ich bin mir sicher, dass dich die Quellen vollends überzeugen werden – außerdem sind diese hilfreich, wenn du deinen Kunden die Bedeutung visueller Inhalte erklären willst:

Diese Vorteile von Visual Content solltest du kennen

Die zuvor genannten Studien haben bereits einige Vorteile von Visual Content hervorgehoben. Nichtsdestotrotz möchte an dieser Stelle noch einmal gesondert auf sie eingehen. Obwohl ich mir sicher bin, dass du diese Vorteile schon gut selbst kennst.

Versuche dir in Erinnerung zu rufen, welche Wirkung Visual Content bei dir selbst entfaltet, sobald du ihn konsumierst. Oder überlege dir, wie deine Zielgruppe darauf reagiert, wenn du visuelle Inhalte mit ihnen teilst.

Visuelle Inhalte lösen Emotionen aus

Textuelle Inhalte vermitteln hauptsächlich komplexe Sachverhalte und informieren die Zielgruppe über wichtige Dinge. Begeisterungsstürme wirst du mit Texten kaum auslösen. Starke Emotionen kannst du mit Visual Content ganz leicht und schnell erzeugen– allerdings muss es richtig guter Visual Content sein ;-). Der Vorteil emotionaler und visueller Inhalte? Sie bleiben deiner Zielgruppe länger im Gedächtnis – vielleicht sogar im Herzen.

Visuelle Inhalte übermitteln Informationen schneller

Wir alle wissen bereits, dass Menschen visuelle Wesen sind. Wir reagieren also am schnellsten auf optische Reize – wir erkennen die Bedeutung visueller Inhalte sogar schneller als die anderer Formate. Du hast eine dringende Neuigkeit, die du deiner Zielgruppe erzählen willst? Oder du willst auf eine Kampagne aufmerksam machen, die nur für kurze Zeit läuft? Dann kommst du in beiden Fällen nicht um Visual Content herum.

Das Social Web liebt visuelle Inhalte

Videos, Gifs oder Meme – sie sind vor allem im Social Web vorzufinden. Das hat gute Gründe, wie wir mittlerweile wissen. 😉 Die meisten Social-Media-Kanäle werden immer schnelllebiger. Visuelle Inhalte sind hier von Vorteil, da diese schnell und einfach konsumiert werden können. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass deine Zielgruppe mit visuellen Inhalten sogar lieber interagiert als mit rein textuellen Inhalten.

Visuelle Inhalte machen Dienstleistungen und Produkte verständlich(er)

Du verkaufst eine komplizierte Dienstleistung oder ein Produkt, dass ein komplexes Problem löst? Dann stehst du vor der Herausforderung, die Vorteile dieser Dinge deiner Zielgruppe zu erklären. Statt einen komplizierten Text zu schreiben, den sowieso niemand versteht, ist es sinnvoller, in ein Erklärvideo oder in eine Infografik zu investieren. Auf diese Art und Weise kann deine Zielgruppe deine Beweggründe und die Botschaft, die du vermitteln willst, besser und einfacher nachvollziehen.

Visual Content: Kennst du schon diese visuellen Inhaltsarten?

DEN Visual Content gibt es nicht. Vielmehr handelt es sich um viele verschiedene Inhalte, die visuell aufbereitet werden. Umso besser du die Unterschiede und Eigenarten dieser unterschiedlichen Visual-Content-Arten kennst, desto besser, gezielter und gewinnbringender kannst du diese für dich, dein Marketing oder deine Kommunikation einsetzen.

In diesem Abschnitt stelle ich dir die unterschiedlichen Visual-Content-Arten nicht nur vor. Ich nenne dir auch hilfreiche Bücher und Texte zu jeder Art. Die eine oder andere Anleitung ist auch dabei. Lass uns einen Blick auf die unterschiedlichen visuellen Inhalte werfen:

Audiogramm

Das sind kurze Videoclips, die ein Bild, eine “Wellenform”, Untertitel und auch ein Audio enthalten. Dabei stammt die Audiodatei meistens aus einem Podcast oder einer anderen Audioaufnahme. In der Regel werden Audiogramme als Trailer oder Teaser genutzt, um ein Audioformat zu bewerben oder eine Kernaussage bzw. ein Statement zu teilen.

Rechts siehst du ein Beispiel für ein Audiogramm. Dieses hat sozial-pr erstellt. Hier kannst du alle genannten Bestandteile gut erkennen. Wenn du willst, kannst du in das Audiogramm auch ein Logo einbauen. Auf diese Weise erkennt deine Zielgruppe noch schneller, wer den Visual Content erstellt hat. Das Audiogramm hat Christian mit Headliner erstellt.

Kurzanleitung: So erstellst du ein Audiogramm mit Headliner

  1. Wenn du das erste Mal Headliner nutzt, solltest du den Audiogramm-Assistenten nutzen. Dieser führt dich Schritt für Schritt durch die Erstellung. Mit dem Assistenten kannst du eine Datei hochladen oder, wenn du deine Podcastfolge bereits auf einer Podcast-Plattform hochgeladen hast, einen Link einfügen. Der Assistent erkennt den Podcast automatisch.
  2. Im nächsten Schritt musst du einen passenden Clip für dein Audiogramm heraussuchen. Dafür eignen sich Komisches, Prägnantes oder ein spannender Cliffhanger oft am besten. Überlege dir auch, wie lang der Clip sein soll. Beachte dabei auch die Längenbeschränkung, die manche Social-Media-Kanäle bei Videos haben, Der Editor stellt mit seinem Clipauswahl-Tool sicher, dass du die passende Länge aussuchst. Wenn du deinen Mauszeiger über die Anzeige für die Dauer deiner Audiodatei bewegst, zeigt dir Headliner die Maximallänge, die du deinem Clip geben kannst, und informiert dich über die Einschränkungen der unterschiedlichen Social-Media-Kanäle. In der Regel reichen 30 Sekunden aber völlig aus.
  3. Im nächsten Schritt suchst du dir ein passendes Hintergrundbild für dein Audiogramm aus. Hierfür bietet dir Headliner eine Reihe von Vorlagen. Du kannst aber auch ganz einfach deine eigene Grafik hochladen und immer wieder verwenden.
  4. Was fehlt noch? Die Wellenform natürlich. 😉 Mit der Wellenform zeigst du deiner Zielgruppe, dass es sich bei dem Visual Content, um ein Audiogramm handelt. Auch hierfür bietet dir Headliner die Wahl zwischen unterschiedlichen Formen. Du hast auch schon am sozial-pr-Beispiel gesehen, dass sich Christian nicht auf eine Wellenform beschränkt hat. Sein Audiogramm hat er um Untertitel erweitert. Der Vorteil: Nutzer, die Mobil unterwegs sind, müssen das Audiogram nicht hören, sondern können den Inhalt auch textuell konsumieren. Bei Headliner aktivierst du die Transkriptionsfunktion im zweiten Schritt, während du den Clip auswählst. Im Editor kannst du dann die Transkription/Untertitel bearbeiten und diese auf ihre Richtigkeit hin überprüfen.
  5. Im letzten Schritt gibst du deinem Audiogramm einen Namen. Vergiss nicht dein fertiges Audiogramm zu teilen. 😉

 

Weitere Tools, die du für die Erstellung von Audiogrammen nutzen kannst

  • Wavve | zwischen 10$ und 32$ pro Monat | www.wavve.co
  • WoFox | ab 19$ pro Monat | www.wofox.com
  • Audiogram | ab 19$ pro Monat | www.getaudiogram.com
  • Auphonic | zwischen 11$ und 89$ pro Monat  | www.auphonic.com
  • Repurpose | ab 15$ pro Monat | www.repurpose.io
  • Audioburst | konstelos | www.audioburst.com

 

Leseempfehlungen zum Thema Audiogramm

Comics

Sie zählen zu den beliebtesten visuellen Inhalten im Social Web und außerhalb davon. In Bereichen wie Kultur, Medien oder Wirtschaft erfreuen sie sich ebenfalls großer Beliebtheit. Im Kommunikations- und Marketingbereich erhält dieser Visual Content immer mehr Aufmerksamkeit.

Grundsätzlich verbinden wir mit Comics eigentlich einen “weniger geschäftlichen” oder “weniger offiziellen Charakter”. Sie werden gerne als Kinderbücher oder als eine Reflektion von Subkulturen charakterisiert. Comics lassen sich nicht in eine einzige Kategorie packen. Manchmal enthalten diese Wörter, manchmal nicht. Oft haben Comics die Länge eines Romans oder die Kürze von ein oder zwei Kästen.

 

Diese enthalten nur eine einzige Pointe oder einen durchaus komplexen Erzählbogen. Die Welt der Comics ist ebenso vielschichtig und abwechslungsreich wie die der Bücher, Filme und Musik. Comics können eine sinnvolle Ergänzung für deine Strategie zum Erzählen deiner Markengeschichte sein. Was macht Comics so attraktiv? Laut Neil Cohn basieren diese auf einer strukturierten visuellen Sprache: sie funktionieren so ähnlich wie Hieroglyphen – oder Sketchnotes. Sie verwenden einfache Bilder und Symbole, um komplexe Ideen zu kommunizieren. Wenn du beispielsweise eine Zielgruppe oder Leserschaft hast, die häufig Video konsumiert, kann ein Comic schneller ins Auge fallen und für mehr Aufmerksamkeit sorgen.

 

4 Impulse für die Nutzung von Comics in der Kommunikation oder im Marketing

  1. Funktionieren deine Kommunikationsbotschaften mit dem Format besser? Profitieren deine Marketinginhalte und -ziele von diesem Visual-Content-Format? Du kannst Comics für fast jede Nachricht nutzen. Wenn du aber eine abstrakte, komplexe oder langweilige Idee oder ein Produkt kommunizieren willst, eignen sich Comics besonders gut. Wenn dein Ziel darin besteht, dein Unternehmen zugänglicher oder ein bisschen menschlicher wirken zu lassen, dann eignet sich dieser Visual Content ebenfalls gut.
  2. Wie wird deine Zielgruppe auf den Comic reagieren? Es spricht nichts dagegen, Comics einfach auszuprobieren. Am Ende des Tages ist der CEO eines Unternehmens auch nur ein Mensch, der gerne visuelle Inhalte konsumiert. 😉 Falls das Experiment scheitert, kannst du immer noch zu einer anderen Content-Art greifen.
  3. Welche Comic-Art willst du nutzen? Dir steht nicht nur ein Genre oder ein Stil zur Auswahl – eine Prise Humor gehört allerdings oft dazu. Wenn es sich um ein ernsteres Thema handelt, spricht nichts dagegen, einen ernsteren Ton anzuschlagen. Für die meisten Kommunikations- und Marketingzwecke eignet sich ein kurzer Comic.
  4. Welcher Comicstil passt am besten zu dir, deiner Marke und zu deinem Unternehmen? Du hast die Wahl zwischen einfach, karikaturistisch, realistisch oder schick. Der Stil sollte zu deiner Botschaft oder zu deinem Ziel passen. Bedenke: je ausgefeilter der Stil ist desto länger dauert die Produktion. Außerdem können die unterschiedlichen Stile verschiedene Konnotationen haben. Handgezeichnete Comics sind für die breite Masse zugänglich. Glatte und sauber ausgearbeitete Grafiken wirken professionell und wirken vielleicht etwas unpersönlicher.

 

Worauf du bei der Erstellung von Comics achten solltest

  • Setze nicht auf herkömmliche Comic-Formate. Diese können auf mobilen Endgeräten oder im Social Web oft nur unvollständig angezeigt werden.
  • Binde deinen Comic als Bilddatei ein. Verlange nicht von deiner Zielgruppe den Comic als PDF-Dokument herunterzuladen – das ist viel zu umständlich und niemand wird dann deinen Comic lesen.
  • Einen umfangreichen Comic – oder eine Graphic Novel – zu produzieren, braucht viel Zeit und kostet finanzielle Ressourcen. Solche umfangreichen visuellen Projekte machen nur dann Sinn, wenn du planst, diese langfristig in deine Kommunikations- oder Marketingsstrategie zu implementieren.

 

Inspiration für Kommunikations- und Marketing-Comics

Tom Fishburne | marketoonist | marketoonist.com

“From an emailed cartoon to coworkers in 2002, Tom’s Marketoonist series has grown by word of mouth to reach more than 200,000 readers every week and his cartoons have been featured by the Wall Street Journal, Fast Company, and The New York Times. His cartoons have appeared on a billboard in Times Square and helped win a Guinness World Record.”
about Tom Fishburne

Datenvisualisierung

Das ist ein Prozess, bei dem komplexe Datensätze übersetzt und in einem visuellen Format zusammengefasst werden. Auf diese Weise werden Daten leichter verständlich und für die Zielgruppe leichte konsumierbar. Typische Datenvisualisierungen sind Flächen-, Linien-, Balken-, Kreis- und Streuungsdiagramme sowie Histogramme und Heatmaps. Du kannst Datenvisualisierungen aber auch in statische und interaktive Formate teilen. Deine Zielgruppe kann mit interaktiven Visualisierungen interagieren und sich bestimmte Datensätze detailliert ansehen.

Datenvisualisierungen brauchen keine zusätzliche textuelle Unterstützung – sie fungieren oft als eigenständige Visualisierungen. Ansonsten unterstützen sie Textformate oder Data-Storytelling-Projekte. Falls du solch eine Visualisierung auf die Beine stellen willst, solltest du dir überlegen, welche Darstellungsart du für bestimmte Aussagen nutzen willst. Denn nur mit der richtigen Darstellungsweise können deine Zielgruppe die Aussagen und Ergebnisse deiner Datenrecherchen auch verstehen.

 

Die Vorteile von Datenvisualisierungen

  1. Mithilfe dieser Visualisierungen bietest du deiner Zielgruppe einen besseren Einblick in bestimmte Themen. Du kannst Datensätze miteinander verknüpfen und dadurch Muster sowie Trends aufdecken. Eine Datenvisualisierung überhäuft den Betrachter nicht mit Informationen, sondern bereitet sie in einem bestimmten Kontext auf und informiert den Betrachter gezielt.
  2. Mit Datenvisualisierungen verbesserst du Entscheidungsprozesse. Entscheidungsträger müssen keine Daten mehr durchforsten, um bestimmte Erkenntnisse zu gewinnen und können so schneller Entscheidungen treffen.
  3. Daten begeistern? Datenvisualisierungen können, wenn sie richtig gestaltet sind, sehr attraktiv für deine Zielgruppe sein. Du verleihst den Informationen, die du teilen willst, mehr Substanz und machst diese interessanter für deine Leser.
  4. Datenvisualisierungen kannst du vielseitig einsetzen. Du kannst die Visualisierungen für interne Reports und Kundenreportings nutzen oder wichtige Erkenntnisse als Teaser im Social Web teilen.

Tipps für die Erstellung von Datenvisualisierungen

  • Achte auf die Qualität des Bildmaterials. Denke darüber nach, welchen Zweck das Bildmaterial erfüllen soll.
  • Vergewissere dich, dass deine ausgewählten Datensätze leicht verständlich und gut zu erkennen sind.
  • Stell sicher, dass deine Zielgruppe die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Daten verstehen. Nutze Textbausteine um ggf. deinen Lesern den notwendigen Kontext an die Hand zu geben.
  • Verzichte auf komplexe und unüberschaubare Bilder. Versuche visuell so einfach wie möglich zu kommunizieren.

Tools für Datenvisualisierungen

  • Highcharts Cloud | kostenlos | cloud.highcharts.com
  • Datawrapper | ab 10.000 kostenpflichtig | www.datawrapper.de
  • TimelineJS | kostenlos | timeline.knightlab.com
  • RAWGraphs | kostenlos | rawgraphs.io
  • Tableau Public | kostenlos | public.tableau.com
  • Infogram | kostenlos + für weitere Features gibt es kostenpflichtige Pakete | infogram.com

Leseempfehlungen zum Thema Datenvisualisierungen

Fotografie

Mit Fotografie kann nicht nur die Wirklichkeit abgebildet werden, es können auch neue – fantasievolle – Versionen der Wirklichkeit auf ein Bild gebannt werden. Diese sind oft weitaus realistischer als Bildmaterial, das digital oder per Hand gezeichnet oder nur mithilfe von Software-Programmen erstellt werden.

Fotografie ist für viele Menschen ein einzigartiges Medium. Der Vorteil von Fotos: sie können für sich allein stehen. Fotos können aber auch für Bildreportagen eingesetzt werden. Zusammen mit einer Auswahl weiterer Fotos können sie auch zu einer Bildreportage zusammengesetzt werden.

Fotografie funktioniert auch deswegen so gut, weil Menschen schneller auf Bilder reagieren, die uns und der Welt um uns herum ähneln. Fotos fangen die Realität auf eine ganz besondere Art und Weise ein.

 

Wie du Fotografie für Marketing und Kommunikation einsetzen kannst

  • Denke über die üblichen Produktfotos hinaus. Zeige deine Produkte und Dienstleistungen so, wie sie auch im realen Leben eingesetzt werden können.
  • Zeige deine menschliche Seite und du zeigst damit auch die menschliche Seite deines Unternehmens. Menschen kommunizieren nicht nur am liebsten von Menschen, sie kaufen von ihnen auch am liebsten.
  • Verknüpfe deine Produkte und Dienstleistungen mit aktuellen Trendthemen beispielsweise über passende Fotografie. Trend und Produkt/Dienstleistung müssen allerdings zusammenpassen. Der Bezug muss für die Zielgruppe schon im Foto klar sein.
  • Stichwort: User Generated Content. Lade deine Zielgruppe dazu ein, Fotos mit deinen Produkten oder Dienstleistungen zu machen und diese beispielsweise im Social Web zu teilen. Diese kannst du dann wiederum auf deinen eigenen digitalen Kanälen teilen.

Einstiegs-Tipps für Kommunikatoren, Marketer und Blogger, die ihre eigenen Fotos erstellen wollen

  • Mache dir Gedanken über die Bildkomposition bevor du ein Foto machst. Achte auf Ausgewogenheit und Einfachheit. Und eigne dir weitere Grundlagen an, mit denen du deine Fotokomposition verbessern kannst.
  • Bring dir die wichtigsten Kameraeinstellungen – Blende, Verschlusszeit und ISO – bei und übe diese. Setze dich auch mit den unterschiedlichen Autofokus-Modi auseinander – dazu zählen One-Shot AF und AI Servo.
  • Setze dich mit der Wirkung von Licht auseinander. Denn Licht ist ein wichtiger Teil der Fotografie. Achte auf die Richtung und die Weichheit des Lichts.
  • Gute Fotos brauchen viel Zeit. Also übe dich in Geduld und nehme dir für jedes Foto, das du schießt entsprechend Zeit.
  • Erlerne die Grundlagen der Nachbearbeitung. Denn mit der richtigen Herangehensweise kannst du aus Fotos etwas Besonderes machen. Achte nur darauf, dass du deine Originaldatei beibehältst – auf diese Weise kannst du mit der Bearbeitung immer wieder von vorne anfangen.

Leseempfehlungen zum Thema Fotografie und Fotos

GIF

Vom Marketer bis zum normalen Social-Media-Nutzer – wir alle nutzen GIFs. Sie sind kein Bild. Sie sind aber auch kein Video. Sie liegen irgendwo dazwischen. Dank der vielen Nutzer entstanden zahlreiche Online-Datenbanken und Suchmaschinen, mit deren Hilfe du schnell und einfach nach den passenden GIFs suchen kannst. Social-Media-Kanäle wie Instagram oder Twitter haben diese bei sich sogar direkt integriert, was die Suche um viele Klicks vereinfacht.

Das Schöne an GIFs: Du kannst sie nicht nur für deine Social-Media-Zwecke nutzen. Das zeigt dir auch das rechte Beispiel. GIFs lassen sich prima in Blogbeiträge oder sogar E-Mails integrieren.

Außerdem freut sich dein Marketing- oder Kommunikationsbudget ebenfalls. Denn mithilfe passender Tutorials kannst du GIFs schnell und einfach selbst erstellen. Wenn du über ausreichend Budget verfügst, spricht natürlich nichts dagegen, kreative Köpfe oder Agenturen zu beauftragen, die sich um die Erstellung kümmern.

Wie kannst du GIFs noch für dich nutzen?

  • Du kannst deine Personal Brand, deine Marke oder dein Unternehmen auf humoristische und zugespitzte Art und Weise präsentieren.
  • Produkte und deren wichtigste Eigenschaften können gezielt kommuniziert werden.
  • Kurze und knappe Anleitungen lassen sich auch mit einem GIF darstellen. Denke dabei so einfach wie möglich. Alltagstipps oder Hacks funktionieren besonders gut.
  • Wenn du mehrere GIFs miteinander kombinierst, kannst du auf die Weise eine kurze Geschichte erzählen.

Kurzanleitung: So erstellst du mit Canva ein GIF

  1. Du hast bereits eine genaue Vorstellung, davon wie dein GIF aussehen soll? Dann mach weiter mit Schritt zwei. Ansonsten mach ein kleines Brainstorming, notiere dir ein paar Idee und entwickle ein kleines Storyboard, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was für Elemente, Charaktere oder Gegenstände du für die kleine Animation benötigst.
  2. Suche dir auf der Übersichtsseite ein passendes Format aus. Wo willst du dein GIF teilen? Für Instagram, Facebook, Twitter oder LinkedIn bietet dir Canva die unterschiedlichsten Vorlagen.
  3. Jetzt musst du das GIF und die darin enthaltene Animation Schritt für Schritt aufbauen. Jedes einzelne Bild – in Canva auch Leinwand genannt – steht für einen Schritt, eine Bewegung oder beispielsweise einen Textbaustein oder sogar nur einen Buchstaben. Canva bietet dir zahlreiche Möglichkeiten der Gestaltung – probiere und tobe dich aus.
  4. Wenn du alle Schritte fertiggestellt hast, kannst du aus allen vorhandenen Leinwänden ein einziges GIF machen. Dafür klickst du auf den Download-Button. In der Box, die sich dann öffnet, kannst du unterschiedliche Dateiformate auswählen. Für das gewünschte GIF wählst du “GIF” aus. 😉
  5. Fertig ist dein GIF.

Bonus-Tipp: Wenn du gerne herumspielst oder mehr Abwechslung in die Animation deines GIFs bringen willst, kannst du jeder Leinwand – Textblock oder Bildelement – eine einzelne Animation zuweisen. So hast du noch mehr Gestaltungsfreiheit für dein GIF. 😉

 

Weitere Werkzeuge, die für die Erstellung von GIFs nutzen kannst

  • Giphy | kostenlos – Anmeldung notwendig | www.giphy.com
  • ezgif | kostenlos – GIFs aus Bildern oder Videos erstellen | ezgif.com/maker
  • GIF-Ersteller, GIF-Editor | kostenlos – Pro-Vesion 2,79 € – nur für Android | bit.ly/GIFEditor
  • WhatsApp | kostenlos – Anmeldung notwendig – “liebt” deine Daten 😉 |  www.whatsapp.com
  • Microsoft PowerPoint | in Kombination mit einem Office-365-Abonnement |

Leseempfehlungen zum Thema GIFs

 

Infografik

Infografiken verpacken Informationen und komplexe Sachverhalte auf eine Art und Weise, die leicht zu verdauen und zu teilen ist. Sie lassen sich wunderbar in Blogartikeln, E-Books, Whitepapers und vielen weiteren Inhalten einbetten. Eine gute Möglichkeit lange Textblöcke aufzulockern und den Lesern etwas Abwechslung zu bieten.

Du kannst mit Infografiken aber auch Umfrage- und Abstimmungsergebnisse visualisieren, wichtige Statistiken zu einem Thema an einem Ort sammeln und darstellen, Listicles kannst du in Infografiken erneut visuell aufgreifen, stelle die Geschichte deines Business als Timeline-Infografik dar oder vergleiche Produkte miteinander.

 

Wie du eine Infografik in 5 Schritten erstellst

  1. Lege für deine Infografik ein Thema fest. Recherchiere dazu passende Zahlen und Fakten.
  2. Suche aus deinen Rechercheergebnissen 10 bis 20 Fakten heraus, die aussagekräftig sind, sich gut ergänzen und einem roten Faden folgen – versuche auch innerhalb deiner Infografik eine Geschichte zu deinem ausgewählten Thema zu erzählen oder eine Kernbotschaft zu kommunizieren.
  3. Überlege dir im nächsten Schritt, wie du deine gesammelten Daten und Fakten visuell am besten darstellen kannst. Es müssen nicht Balkengrafiken, Diagramme oder Kurven sein.
  4. Hast du ein Corporate Design oder Farben, die mit deiner Marke zusammenhängen? Dann greife diese Farben auch in deiner Infografik auf.
  5. Nutze nicht nur Grafiken für deine Infografik, denn manchmal reichen visuelle Elemente allein nicht aus, um Dinge zu erklären. Deine Infografik darf also auch Textbausteine beinhalten. 😉

6 Regeln für die Erstellung und Nutzung von Infografiken

  • Bildmaterial: Die Bilder sollten nicht nur zum Thema und den Fakten passen, sondern auch das Interesse und im besten Fall die Emotionen des Betrachters wecken.
  • Design: Versuche eine Balance zwischen Kreativität und Übersichtlichkeit zu finden. Erfolgreich bist du, wenn der Betrachter deine Infografik leicht konsumieren kann, sich Zeit für die Betrachtung nimmt und diese teilt.
  • Distribution: Teile deine Infografik dort, wo sich deine Zielgruppe aufhält. Passende Kanäle für Infografiken sind Pinterest, Twitter, Instagram – wenn du eine quadratische Infografik hast – oder LinkedIn.
  • Einfachheit: Überfrachte deine Infografik nicht mit Fakten (siehe Schritt 2 der vorherigen Kurzanleitung). Beschränke dich auf die wichtigsten Daten und Informationen. Der Betrachter kann dann deine Grafik besser lesen.
  • Format: Klassische Infografiken sind meistens 800px x 2000px – die Grafik ist also ziemlich lang. Eine lange Grafik macht auf einem Smartphone nicht viel Sinn. Passt aber gut auf einen Blog oder einen passenden Social-Media-Kanal. Experimentiere mit unterschiedlichen Formaten und probiere aus, welche sich am besten für deine Kommunikationskanäle eignen.
  • Ziel: Was willst du mit deiner Infografik vermitteln? Willst du eine Geschichte erzählen? Soll sich der Betrachter eine Meinung bilden? Willst du dem Betrachter etwas Neues beibringen?

Digitale Tools für die Infografik-Erstellung

  • Canva | Fokus auf Visual Content, nicht nur Infografiken, kostenlos – Pro-Version 109 Euro/Jahr | www.canva.com
  • Info.gram | Fokus auf Infografiken, kostenlos – Pro-Version 192 Euro/Jahr | www.infogram.com
  • Easel.ly | Fokus auf Visual Content, nicht nur Infografiken, kostenlos – Business-Version 60 Euro/Jahr | www.easel.ly
  • Piktochart | Fokus auf Infografiken, Reports und Präsentationen, kostenlos – Pro-Version 240 Euro/Jahr | www.piktochart.com
  • Visme.co | Fokus auf Visual content, nicht nur Infografiken, kostenlos – Business-Version 300 Euro/Jahr | www.visme.co

Leseempfehlungen zum Thema Infografik

Memes

Jeder Nutzer im Social Web kennt mittlerweile Memes. Sie verbreiten sich rasant im Internet, Memes können humorvoll, ironisch, kritisch, aggressiv oder hassstiftend sein.

Um diesen Visual Content haben sich mittlerweile unterschiedliche Online-Communities gebildet, die Memes erstellen, teilen und gezielt verbreiten. Auch Unternehmen nutzen immer häufiger diese Form des Visual Content, um ihren digitalen Kampagnen einen spontanen und kreativen Touch zu verleihen – mal mehr und mal weniger erfolgreich.

Memes sind einfach, kostengünstig und schnell zu erstellen. Du kannst sie einsetzen, um deinen Content-Mix aufzulockern und deine Zielgruppe zu unterhalten. Memes eignen sich aufgrund ihrer Textlastigkeit und überspitzten Darstellungen gut für Storytelling – denn mit diesem einen Bild kannst du bereits ein Problem oder eine lustige Situation auf den Punkt bringen.

Vorteile von Memes

  • Du kannst vorhandene Memes für deine Marketing- und Kommunikationszwecke nutzen. Der Arbeitsaufwand ist minimal. Die Erstellung eigener Memes macht allerdings nicht nur Spaß. Falls du deine eigenen Produkte oder Dienstleistungen für die Memes nutzt, kann das sogar authentischer auf deine Zielgruppe wirken.
  • Memes lassen sich mit einfachen Grafikprogrammen, Online-Tools oder mobilen Apps einfach und schnell erstellen. Hier kommt es nicht auf Hochglanzoptik an, sondern um Humor und Authentizität.
  • Memes sind sofort wiedererkennbar, leicht teilbar und können schnell konsumiert werden.
  • Mit etwas Glück kannst du mit einem Memes viral gehen – dadurch wirst du viel Aufmerksamkeit erhalten, rechne mit positiven und negativen Kommentaren.

Beispiele für Memes

Memes Jacking: Tipps für die Nutzung von Memes

  • Bleibe auf den neuesten Stand. Der beste Zeitpunkt, um auf einen Memes Trend aufzusteigen: wenn sich das Memes bereits stark verbreitet, aber dieses noch kaum gekapert – für andere Zwecke genutzt – wurde. Auf Reddit und StumbleUpon findest du aufkommende Memes Trends – diese finden auf den genannten Plattformen schneller Verbreitung als auf Twitter oder Facebook.
  • Stelle sicher, dass du das Memes (richtig) verstehst. Informiere dich über die Entstehungsgeschichte und was das Memes bedeutet. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du deine Zielgruppe oder andere Gruppierungen beleidigst.
  • Kann deine Zielgruppe etwas mit dem Memes anfangen? Falls nicht, musst du Memes nicht in deinen Content-Mix mit aufnehmen und kannst dich anderen Visual-Content-Arten widmen.
  • Passt das Memes zu deiner Marke und wofür du stehst? Es ist nicht verkehrt humorvoll zu kommunizieren, doch diese Art von Kommunikation muss zu dir und deiner Marke passen. Die Nutzung von Memes sollte nie auf die Kosten deiner Glaubwürdigkeit gehen. Überlege dir bei jedem Memes, ob es einen Bezug zu dir, deinem Unternehmen oder deiner Branche hat.
  • Sei mit deinem Memes witzig und/oder unterhaltsam. Bei Memes steht der Unterhaltungswert im Vordergrund – unterhaltsame Grafiken sind besonders erfolgreich. Versuche nicht zu ernsthaft zu sein oder versuche sicherzugehen, dass deine Zielgruppe deine ernsthafte Botschaft versteht. 😉
  • Halte dich an das Format und den Stil des Original-Memes. Ansonsten triffst du den Memes Trend nicht und erzielst nicht die gewünschten Effekte.

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Sketchnote

Im Social Web und auf meinem Blog rede ich kaum über etwas Anderes. Du bist also bestens mit dem Thema vertraut. 😉 Auf die Frage, wer die moderne Form der Sketchnotes erfunden hat, antworten die meisten Kreativen mit: “Mike Rohde”. Den Autor und Kreativmensch nervte es, dass er mit herkömmlichen Notizen nicht alle Details einfangen konnte. Er kombinierte textuelle mit visuellen Inhalten, damit das Notierte länger im Kopf blieb. Im Jahr 2006 erfand Mike Rohde den Begriff “Sketchnotes” “offiziell”.

Sketchnotes sind visuelle Mitschriften oder Notizen, mit denen du Ideen oder Gedanken visualisieren oder beispielsweise Vorträge sowie viele weitere Formate visuell festhalten kannst.

Missverständnisse zum Thema Sketchnotes

  • Gibt es die eine richtige Methode? Nein, gibt es nicht. Es gibt weder eine falsche noch eine richtige Methode, um diese Notizen zu erstellen. Wir malen alle unterschiedlich, weil wir alle verschiedene Fähigkeitsstufen haben. Jede Sketchnote einzigartig.
  • Sketchnoting hat etwas mit Kunst zu tun? Auch diese Fragen kann ich mit “Nein” beantworten. Hier geht es nicht darum, künstlerische Fähigkeiten auszubilden oder zu entwickeln. Vielmehr geht es darum, seine eigenen Notizen so visuell zu gestalten, dass man mehr der aufgenommenen Inhalte im Gedächtnisbehalten kann.
  • Limitierung bei Zeichnungen und Text? Du benötigst keine fein ausgearbeiteten Zeichnungen. Banner, Icons, Pfeile und Symbole reichen völlig aus, um deine Ideen auch visuell darzustellen oder textuelle Inhalte zu betonen.

Content-Repurposing: Was du aus Sketchnotes machen kannst

  • Aus einer Sketchnote könntest du einzelne Elemente als Teaser nutzen und diese im Social Web teilen.
  • Die Sketchnote-Teaser könntest du als visuelle Elemente für Newsletter, Whitepaper, Protokolle oder Event-Rückblicke nutzen.
  • Sketchnotes können genauso wie Infografiken als ergänzendes Bildmaterial zu Pressemitteilungen angeboten werden.
  • Dir liegt die digitale Version der Sketchnote vor? Die Sketchnote wurde vielleicht mit ProCreate erstellt? Prima, der Sketchnote-Prozess lässt sich als Video abspeichern, editieren und dann als Rückblick-Zeitraffer im Social Web teilen.
  • Weitere Content-Repurposing Ideen zeige ich dir im gleichnamigen Beitrag.

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Video

Informationen werden nicht nur textuell konsumiert, sondern auch auf Video-Plattformen wie YouTube oder Vimeo. Viele Menschen greifen auf Videos zurück, um Wissen zu vermitteln oder aufzunehmen. Die größte Herausforderung für Videos im Social Web: Videos müssen auch ohne Sound verständlich sein.

Für Wissens- und Informationsvermittlung werden häufig Erklär- und How-to-Videos genutzt. Es handelt sich um eine Kombination aus Bewegtbild, einfachen Animationen und sprachlicher Unterlegung. Wer für das Social Web Videomaterial produzieren will, sollte darauf achten, dass die meisten Menschen hier Videos im Hochformat konsumieren. Querformate kannst du auch großen Plattformen wie YouTube, Vimeo oder auf deinem eigenen Blog platzieren.

Anwendungsmöglichkeiten für Video

Der größte Vorteil von Video: Filme und kurze Clips sind leicht zu konsumieren. Das wird sich in Zukunft auch nicht ändern, denn laut einer Studie von Cisco werden bis 2022 82 Prozent des Gesamtinternetverkehrs auf Videos entfallen. Es überrascht also nicht, dass immer mehr Unternehmen in Video-Formate investieren. Außerdem lassen sich mit Videos Informationen in weitaus kürzerer Zeit vermitteln als das ein Text könnte. Videos werden häufig genutzt für

  • Demos zu Produkten und Dienstleistungen.
  • Anleitungen und Tutorials.
  • Event-Rückblicke oder Event-Teaser.
  • Image-Filme und Über-Uns-Videos.
  • Live-Übertragungen.
  • Video-Testimonials von Kunden.

Tipps für die Video-Erstellung

  • Bevor du dich an die Erstellung machst, solltest du dir einen Plan machen. Definiere dein Ziel: Was willst du mit dem Video erreichen? Definiere deine Zielgruppe: Wen willst du mit dem Video erreichen? Welchen Call-To-Action willst du mit dem Video auslösen? Gibt es eine Emotion, die der Betrachter am Ende des Videos spüren soll?
  • Wähle den passenden Hintergrund für dein Video. Der Hintergrund hat Einfluss auf das, was du im Video sagst, tust und wie dein Unternehmen oder deine Marke auf den Betrachter wirkt. Nutze echte Hintergründe wie Büroräume oder künstliche Hintergründe wie Green Screens, Vorhänge oder Papier.
  • Nutze am Anfang die Technik, die dir zur Verfügung steht. Ein Smartphone reicht völlig aus, um erste gute Videos zu drehen.
  • Nutze ein externes Mikrofon. Dadurch steigerst du die Qualität deines Videos enorm. Damit die Aufnahme klappt, solltest du Bild und Ton vorab testen.
  • Natürliches Licht reicht aus, um eine gute Beleuchtung für ein Video zu haben. Die besten Tageszeiten, um ein Video zu filmen: an einem bewölkten Tag sowie eine Stunde nach Sonnenaufgang oder eine Stunde nach Sonnenuntergang.
  • Teile dein Video in mehrere kleine Abschnitte. Auf diese Weise erleichterst du dir die Produktion. Auch die Post-Produktion ist dann leichter, weil du deine Teilabschnitte beliebig nutzen kannst.

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Visual Content: Probier es aus

Du siehst: Visual Content kann ganz unterschiedlich aussehen und wirken. Wenn du visuelle Inhalte für deine Kommunikation nutzen willst geht es nicht darum, das perfekte Format oder die optimale Visual-Content-Art zu finden. Entscheidend ist viel mehr, dass du von deinen Zielen ausgehend denkst, offen für Experimente bist und Schritt für Schritt ausprobierst, was für dich und deine Zielgruppe funktioniert.

Meine Erfahrung zeigt, dass es das perfekte Format nicht gibt. Jede Visual-Content-Art nutzt sich früher oder später ab, wenn man sie zu häufig einsetzt. Daher gilt: Verändere deine Inhalte nach einiger Zeit, führe neuen Visual Content ein oder entwickle deine funktionierenden Formate weiter.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren und bin gespannt auf deine visuellen Inhalte.