Begleite mich durch meinen August: Es geht um berufliche Veränderungen, Content-Projekte, Lesetipps, Hamburg, Büsum und einen Ausblick auf den September.

​Monatsrückblick – ein Format, das es bei mir schon einmal gegeben hat und das ich langsam wiederbelebe. Ich gebe dir aber nicht nur Lese-, Hör- und Sehtipps, sondern spreche auch über meinen beruflichen und freiberuflichen Alltag sowie Highlights, die es bei mir gab. Ich wünsche dir viel Spaß mit meinen persönlichen Eindrücken. Berichte mir gerne von deinem Monat: Was sollte ich unbedingt lesen, hören oder sehen? Worüber hast du dich gefreut – was war dein persönliches Highlight? Verrate es mir gerne in den Kommentaren.

Meine Highlights im August 2026

Anfang August habe ich ein Projekt abgeschlossen, das im Juli mit einem Probemonat gestartet war. In diesem Fall hat es einfach nicht gepasst. Das ist okay. Wichtig war für mich, es ausprobiert zu haben. Dabei habe ich trotzdem einiges gelernt.

Inzwischen ist auch mein Coaching abgeschlossen. Zwar ist die To-do-Liste für Positionierung und Website noch lang, aber viele Punkte sind jetzt klarer. Vor allem macht mir die Arbeit daran gerade Spaß.

Beim Canva-Onlinekurs bin ich ebenfalls dran. Mehr kann ich dazu im Moment noch nicht sagen. 🙂

Kurz nach meiner Halbjahresreflexion hat sich außerdem noch etwas verändert. Einer meiner langjährigen Kunden benötigt meine Unterstützung im Bereich Newsletter-Marketing und -Management nicht mehr.

Nach knapp drei Jahren sind die wichtigsten Systeme und Workflows aufgebaut und laufen gut. Damit ist meine weitere Unterstützung an dieser Stelle nicht mehr notwendig. Schade finde ich das trotzdem. Gleichzeitig zeigt es aber auch, dass die Zusammenarbeit ihren Zweck erfüllt hat.

Für mich bleibt einiges an Erfahrung daraus. So habe ich beispielsweise den Newsletter meines Kunden mitentwickelt, dessen Verteiler organisch von rund 2.000 auf 12.000 Abonnent*innen gewachsen ist. Darauf bin ich tatsächlich ein bisschen stolz.

Diese Erfahrung fließt direkt in meine Planung für 2027 ein. Im Bereich meiner Dozententätigkeit bin ich bereits gut ausgelastet. Bei meinen Content-Management-Retainern habe ich 2027 hingegen noch Kapazität für eine weitere Zusammenarbeit.

Falls du dabei Unterstützung brauchst, melde dich gern. 😉

Neben einigen lokalen Mikroabenteuern waren wir auch für ein langes Wochenende in Hamburg. An einem der Tage wurde es dort allerdings so heiß, dass wir unsere Pläne spontan geändert haben. Also gab es eine kleine Nebenquest nach Büsum, inklusive Nordseeluft und etwas Abkühlung. Manchmal sind solche ungeplanten Abzweigungen am Ende fast genauso schön wie der eigentliche Plan.

Fachbücher 2026: Was ich im August gelesen habe

Content for Everyone

  • Darum geht’s: In ihrem Buch zeigen Jeff Adams und Michele Lucchini, wie digitale Inhalte durch alternative Texte, ausreichende Kontraste, Untertitel und weitere Grundlagen für mehr Menschen zugänglich gemacht werden können.
  • Mein Kurzfazit: Dieser kompakte Einstieg in digitale Barrierefreiheit zeigt mir vor allem, wie viele kleine Verbesserungen sich ohne tiefes technisches Wissen in den normalen Content-Alltag integrieren lassen.
  • Mein größtes Learning: Bei der Content-Erstellung sollte Barrierefreiheit direkt mitbedacht werden, da bereits kleine Entscheidungen bezüglich Bildern, Farben oder Videos einen spürbaren Unterschied für die Zugänglichkeit machen können.

Reset: How to change what’s not working

  • Darum geht’s: Finde heraus, wie sich festgefahrene Prozesse und Systeme verändern lassen, indem du die Stellen identifizierst, an denen eine kleine Veränderung besonders viel bewirken kann.
  • Mein Kurzfazit: Das Buch hat mir vor allem deshalb gefallen, weil es nicht nach weiteren Ressourcen ruft, sondern zeigt, wie vorhandene Zeit und Energie sinnvoller eingesetzt werden können.
  • Mein größtes Learning: Bevor ich versuche, einen gesamten Prozess zu optimieren, lohnt es sich, zunächst den eigentlichen Engpass bzw. bereits funktionierende Ausnahmen zu identifizieren und genau dort anzusetzen.

The Molecule of More

  • Darum geht’s: Daniel Z. Lieberman und Michael E. Long erklären, wie Dopamin unser Streben nach Neuem, nach Zielen und nach „mehr“ beeinflusst und warum die Vorfreude dabei oft stärker wirkt als das tatsächliche Erreichen.
  • Mein Kurzfazit: Besonders interessant fand ich die Einordnung, warum wir gedanklich so schnell beim nächsten Ziel landen und welche Rolle Dopamin dabei in Arbeit und Alltag spielt.
  • Mein größtes Learning: Vor allem ist bei mir hängen geblieben, bewusster zu unterscheiden, ob ich gerade schon wieder auf das Nächste schaue oder tatsächlich wahrnehme, was bereits da ist.

 

Meine August-2026-Highlights: Lese- und Sehempfehlungen

In einem einzigen Monat konsumiere ich wahnsinnig viele Bücher, Artikel, Videos und Podcasts. Warum also nicht darüber berichten?  Vielleicht ist auch etwas Interessantes für dich dabei.

Meine Leseempfehlung​ – We Tracked a Shipment of Rare Books

404 Media hat mithilfe eines AirTags ein seltenes Buch aus einer Bestellung von rund 1.000 Titeln verfolgt und herausgefunden, dass die Lieferung in einer Einrichtung von Amazon in Las Vegas landete.

Dort werden große Mengen gedruckter Bücher gekauft, deren Bindungen entfernt und deren Seiten eingescannt werden, damit die Inhalte als Trainingsdaten für KI genutzt werden können. Bei diesem Verfahren werden die Bücher zerstört, was besonders relevant wird, da darunter auch seltene oder schwer verfügbare Titel sein können. Die Recherche zeigt somit sehr konkret, wie groß der Bedarf an hochwertigen Trainingsdaten inzwischen ist und welche physischen Ressourcen hinter vermeintlich rein digitalen KI-Systemen stehen.

Ich finde den Beitrag vor allem deshalb lesenswert, weil er die abstrakte Diskussion über KI-Trainingsdaten an einem erstaunlich greifbaren Beispiel veranschaulicht und damit eine ganz andere Perspektive auf die Frage eröffnet, was die Entwicklung von KI eigentlich kostet – wie zu viel.

Erfahre, was mit den Büchern passiert

Meine Sehempfehlung – British-style pizza – does it exist?

Um der Frage nachzugehen, ob es so etwas wie eine britische Pizza gibt, reist Jimi Famurewa nach Belfast, Edinburgh und London. Er besucht Köch*innen, die amerikanische und italienische Pizzastile mit britischen Ideen verbinden.

Dabei geht es weniger um eine klar definierte neue Pizzaart als um sehr freie Interpretationen, bei denen lokale Vorlieben, persönliche Einflüsse und ungewöhnliche Kombinationen zusammenkommen. Wie weit das gehen kann, zeigt unter anderem eine Pizza mit Cheese and Onion Crisps, die deutlich macht, dass hier niemand versucht, italienische Tradition möglichst genau zu kopieren.

Schau dir das Video an, wenn dich weniger die nächste ausgefallene Pizza interessiert als die Frage, wie aus bekannten Vorbildern durch Kontext und eigene Ideen etwas Neues entsteht. Aber Vorsicht, danach hast du bestimmt riesigen Hunger auf Pizza. 😀

Lass dich von britischer Pizza inspirieren

Meine Hörempfehlung – China: Das andere Marketing System

Im Gespräch mit Marco Janck erklärt Marcus Pentzek, warum digitales Marketing in China nach einer anderen Logik funktioniert und weshalb sich westliche Strategien nicht einfach übertragen lassen. Besonders deutlich wird das bei der Suche: Baidu bleibt relevant, im B2C dient SEO häufig der Markenprüfung, während Kaufentscheidungen stärker auf Social-Media- und E-Commerce-Plattformen stattfinden und SEO im B2B weiterhin ein wichtiger Kanal für Leads ist.

Spannend finde ich – als studierte Sinologin – auch den Blick auf „Mobile First“ und KI, weil China die klassische Desktop-Phase weitgehend übersprungen hat und bei KI stärker mit offenen Modellen wie „DeepSeek“ arbeitet.

Hinzu kommt das Prinzip „China Speed“: Produkte werden früh als Prototyp veröffentlicht und anschließend anhand der Nutzung weiterentwickelt. Das zeigt einen ziemlich anderen Umgang mit Planung, Perfektion und Geschwindigkeit. 

Hör dir die Folge an, wenn du Marketing einmal außerhalb unserer gewohnten Plattformen und Arbeitsweisen betrachten möchtest. Genau dieser Perspektivwechsel inspiriert dich vielleicht dazu, Dinge einfach mal anders zu machen. 🙂

Lerne Marketing Made in China kennen

Vorschau: Was ich im September vorhabe

Im September werde ich mich intensiv mit meinem Content, meiner Website und meiner Positionierung beschäftigen. Es gibt einiges, das ich noch einmal schärfen, überarbeiten und neu sortieren möchte.

Außerdem bereite ich mich auf meine nächsten Dozententätigkeiten vor und aktualisiere dafür meine Unterlagen.

Das eine oder andere Event habe ich ebenfalls im Blick. Ob ich tatsächlich hingehe, entscheide ich dieses Mal eher spontan.

Ende September geht es dann noch auf einen etwas wilderen Roadtrip. Mal sehen, wohin er mich führt.