Mein Blick zurück auf das erste Halbjahr 2026 mit Workshops, Kund*innenprojekte, neuen Ideen und der Frage: Was habe ich daraus gelernt?
Sechs Monate des Jahres 2026 sind bereits vorbei – beziehungsweise inzwischen sogar schon ein bisschen mehr. Wenn ich mir anschaue, was seit Januar alles passiert ist, fühlt es sich gleichzeitig so an, als wäre einerseits erst Halbzeit und andererseits das Jahr schon fast vorbei.
Zwischen Kund*innenprojekten, Workshops, Podcastaufnahmen, Coaching, neuen Ideen, Büchern, einem ziemlich hartnäckigen Onlinekurs-Update – ja, es hängt immer noch in der To-do-Schleife – und ein paar sehr notwendigen Pausen war auf jeden Fall einiges los.
Zeit also, einmal nicht nur von Monat zu Monat zu schauen, sondern ein bisschen weiter herauszuzoomen:
– Was ist gut gelaufen?
– Was hat mich gefordert?
– Was möchte ich mitnehmen?
– Was darf in der zweiten Jahreshälfte vielleicht auch einfach anders werden?
Denn genau dafür mag ich solche Rückblicke: Nicht, um eine möglichst beeindruckende Liste mit erledigten Dingen zusammenzustellen, sondern um zu erkennen, was sich eigentlich entwickelt und getan hat. Denn kleine, aber wichtige oder sogar entscheidende Details übersehe ich mal gerne.
Und da gab es in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 tatsächlich einige interessante Muster.
Mein erstes Halbjahr 2026 in Zahlen
|
Zahl |
Was dahintersteckt |
Was die Statistik verschweigt |
|---|---|---|
|
6 Monatsrückblicke |
Von Januar bis Juni habe ich tatsächlich jeden Monat festgehalten, was beruflich und privat so los war. |
Ich bin selbst ein bisschen beeindruckt von dieser Konsequenz. Mal sehen, wie lange wir darüber sprechen können. 😉 |
|
15+ Workshops & Webinare |
Canva, Content, KI, Social Media und ziemlich unterschiedliche Wissensstände inklusive. |
Vermutlich mindestens genauso viele „Ah, gute Frage!“-Momente, aus denen ich selbst wieder etwas mitgenommen habe. |
|
24 Fachbuch- & Blinkist-Einträge (bis Aug 2026) |
Jeden Monat sind neue Themen rund um Content, Strategie, Kreativität und Wissensmanagement auf meiner Leseliste gelandet. |
Der Bücherstapel ist dadurch natürlich nicht kleiner geworden. So funktioniert das mit Büchern leider nicht. |
|
1 Podcaststaffel |
Die dritte Staffel von Content Strategy Rocks hat mich von der Aufnahme bis zur Veröffentlichung durch einen guten Teil des Halbjahres begleitet. |
Inklusive Terminfindung, Verschiebungen und der Erkenntnis, dass Podcasts organisatorisch erstaunlich wenig mit „Wir unterhalten uns einfach mal“ zu tun haben. |
|
2 × Amsterdam |
Einmal als Urlaub im April und einmal beim spontanen Roadtrip im Juni. |
Man könnte daraus eine gewisse Vorliebe ableiten. Ich möchte diese Theorie aktuell nicht dementieren. |
|
9 Stunden Bahnfahrt |
Für einen Workshop, bei dem ursprünglich etwa 2,5 Stunden Anreise eingeplant waren. |
Der Workshop selbst dauerte drei Stunden. Das Verhältnis möchte ich an dieser Stelle einfach unkommentiert stehen lassen. 🙃 |
|
1 Balkon-Update |
Neue Bank, neue Pflanzen und deutlich mehr Grün für meine kleinen Pausen zwischendurch. |
Pflanzen kaufen zählt selbstverständlich als sinnvolle Investition in die Arbeitsumgebung. |
|
1 runder Geburtstag |
Ich bin 40 geworden. |
Fühlt sich erstaunlich ähnlich an wie 39. Nur die Geduld für unnötigen BS scheint nicht mitzualtern. |
|
1 3D-Drucker-Führerschein |
Im Januar habe ich gelernt, wie man einen 3D-Drucker bedient. |
Habe ich ihn seitdem dringend gebraucht? Nein. Bin ich trotzdem froh, dass ich bedienen kann? Selbstverständlich. Man weiß ja nie. 😉 |
Meine Highlights: Wo ging es in der ersten Jahreshälfte vorwärts?
Wenn ich auf die erste Jahreshälfte zurückblicke, dann sind es nicht nur die großen Einzelmomente, die hängen bleiben. Es sind vielmehr einige Entwicklungen, die sich über mehrere Monate gezogen haben und bei denen ich erst im Rückblick merke, wie wichtig sie eigentlich waren.
1. Meine Kund*innenarbeit ist stabil, und das weiß ich sehr zu schätzen
Zunächst das Wichtigste: Meine laufenden Kund*innenprojekte haben sich in der ersten Jahreshälfte ziemlich stabil entwickelt.
Bereits im Januar sind meine Bestandskund*innen mit mir ins neue Jahr gestartet, ein Retainer wurde erweitert und ein kleiner zusätzlicher Retainer kam hinzu. Im Februar begann die Zusammenarbeit mit einer neuen Kundin direkt mit einem sehr guten ersten Redaktionsmeeting. In den folgenden Monaten ging es mit Redaktionsplanung, Content-Erstellung, Content-Pflege und strategischer Weiterentwicklung kontinuierlich weiter.
Und ich merke immer wieder, dass genau diese Arbeit einen großen Teil dessen ausmacht, was ich gerne tue: Inhalte nicht einfach irgendwie zu produzieren, sondern sie gemeinsam zu sortieren, Strukturen aufzubauen, Themen weiterzuentwickeln und dafür zu sorgen, dass Content im Alltag tatsächlich funktioniert.
Vielleicht klingt „stabile Kund*innenarbeit” auf den ersten Blick nicht nach dem spektakulärsten Highlight.
Für mich ist sie aber eines.
Denn sie gibt mir den Raum, andere Dinge auszuprobieren, neue Angebote zu entwickeln und auch einmal genauer darüber nachzudenken, wo ich mit meiner Selbstständigkeit eigentlich hin möchte.
2. Workshops und Dozententätigkeit haben deutlich mehr Raum bekommen
Wenn es in der ersten Jahreshälfte ein berufliches Dauerthema gibt, dann sind es vermutlich Workshops:
- Im Februar habe ich eine zweiteilige Workshopreihe durchgeführt.
- Im März kamen mehrere Canva-Webinare hinzu und ich habe meine Tätigkeit als Dozentin für Social Media in der Unternehmenskommunikation bei der depak aufgenommen.
- Im Mai folgte unter anderem meine dreiteilige Reihe für die Caritas-Akademie Freiburg sowie ein Canva-Workshop beim RKW Hessen.
- Der Juni war sehr Canva-lastig mit mehreren Workshops für unterschiedliche Anbieter*innen, verschiedenen Wissensständen und Themen – von den klassischen Canva-Grundlagen bis hin zu Video und KI.
Was mir daran besonders gefällt: Workshops sind keine Einbahnstraße.
Natürlich vermittle ich Wissen. Gleichzeitig bekomme ich aber auch unglaublich viel zurück:
- Welche Fragen tauchen immer wieder auf?
- Wo hängen Menschen bei Canva tatsächlich?
- Welche Funktionen sind in der Theorie toll, benötigen im Arbeitsalltag aber deutlich mehr Erklärungen?
- Welche Beispiele funktionieren und welche nicht?
Gerade für das Update meines Canva-Kurses ist dieses Feedback extrem wertvoll.
Inzwischen kommen sogar schon erste Schulungsanfragen für 2027 herein. Das finde ich schon ziemlich verrückt, wenn ich bedenke, dass wir gerade erst Mitte 2026 haben. 😉
3. Content Strategy Rocks ist zurück – und Staffel drei ist entstanden
Auch mein Podcast hat mich durch die erste Jahreshälfte begleitet.
Im Januar befand ich mich noch mitten in der Aufzeichnungsphase für den Schwerpunkt „Content-Strategie und KI”.
Im Februar und März kamen weitere Gespräche dazu, Termine wurden geplant, verschoben und erneut geplant, was eigentlich ein ziemlich normaler Podcast-Prozess ist. 😉
Im Juni lief dann bereits die dritte Staffel mit wöchentlichen Veröffentlichungen. Die letzte Folge wurde für Juli eingeplant.
Ich mag dieses Format nach wie vor sehr, da ich dadurch mit Menschen ins Gespräch komme, deren Perspektiven ich spannend finde. Gleichzeitig stellt sich mir aber auch eine Frage: Wie geht es danach mit Content Strategy Rocks weiter?
Darauf habe ich aktuell noch keine abschließende Antwort. Erstaunlicherweise finde ich das gerade aber vollkommen in Ordnung.
Nicht jedes Projekt braucht sofort die nächste Staffel, den nächsten Launch oder einen Fünfjahresplan. Manchmal darf etwas auch erst einmal abgeschlossen werden, bevor ich entscheide, was als Nächstes daraus entsteht.
4. Ich strukturiere meine Selbstständigkeit neu
Ein weiteres Thema, das sich fast noch konsequenter durch meine Monatsrückblicke zieht, ist mein Coaching.
Ich habe im Januar damit begonnen und hatte bereits nach dem ersten Termin das Gefühl, einige Dinge klarer zu sehen. Natürlich war danach nicht plötzlich alles gelöst – das wäre ja auch ein erstaunlich effizientes Coaching gewesen. 😉
Aber im Laufe der folgenden Monate hat sich Stück für Stück etwas sortiert.
Ich habe mich mit Zukunftssorgen, meiner Positionierung, meinen Angeboten und der Frage, wie meine Selbstständigkeit in Zukunft aussehen soll, beschäftigt. Im Frühjahr kamen weitere Gespräche und Ideen hinzu und im Juni habe ich den roten Faden für meine nächsten beruflichen Schritte wieder aufgenommen.
Inzwischen wird das auch sichtbar: Meine neue Website ist in Arbeit und sogar meine Lieblingsfotografin weiß schon Bescheid.
Im August nähert sich das Coaching seinem Ende, was sich eigentlich ziemlich passend anfühlt. Die erste Jahreshälfte stand im Zeichen des Sortierens, Nachdenkens und Testens. Die zweite darf jetzt stärker ins Umsetzen gehen.
5. Aus kleinen Ideen sind überraschend viele neue Dinge entstanden
2026 ist bisher auch ein gutes Jahr für kleine Experimente.
So habe ich beispielsweise einen eigenen Instagram-Kanal für meinen Canva-Content gestartet. Außerdem habe ich angefangen, mit einem Commonplace-Notizbuch Gedanken, Bilder, Ideen und kleine Fundstücke zu sammeln. Aus einer Coachingübung ist direkt eine Content-Serie entstanden.
Außerdem habe ich an neuen Workshopformaten gearbeitet, Produktideen gesammelt und mich intensiver mit der Frage beschäftigt, wie ich Wissen und bestehende Inhalte besser organisieren kann. So ist unter anderem meine Arbeit an einem Content-Archiv entstanden – inklusive eines kleinen Ausflugs mit Claude Code.
Genau solche Experimente möchte ich mir erhalten.
Nicht jede Idee muss sofort zu einem neuen Angebot werden.
Nicht jedes Notizbuch braucht einen Business Case.
Und vermutlich muss ich meinen im Januar erworbenen 3D-Drucker-Führerschein auch nicht irgendwann mit einer ausgefeilten Monetarisierungsstrategie rechtfertigen. Ich kann jetzt halt einen 3D-Drucker benutzen. Man weiß ja nie. 😉
6. Bücher, Balkon und Menschen waren wichtiger als die Zahlen meiner Business-Bilanz
Wenn ich nur auf Projekte und Termine schaue, würde ein ziemlich entscheidender Teil der ersten Jahreshälfte fehlen.
Ich habe viel gelesen. Wirklich viel.
Neben meiner privaten Lektüre habe ich meine Liste mit Fachbüchern weitergeführt und mich unter anderem mit Content-Strategie, Wissensmanagement, visueller Kommunikation, kreativer Arbeit und Content-Systemen beschäftigt.
Hinzu kamen Treffen mit Freund*innen, ruhige Wochenenden, Familienzeit an Ostern, ein Besuch in Amsterdam, mein 40. Geburtstag, mein inzwischen ziemlich grüner Balkon und zum Ende des Halbjahres noch ein spontaner Roadtrip über Frankfurt nach Amsterdam.
Gerade rückblickend merke ich, dass diese Dinge nicht „neben der Arbeit“ passiert sind.
Sie sind der Ausgleich und die Balance zur Arbeit.
Und nein, 40 fühlt sich weiterhin nicht fundamental anders an.🤣
Ich habe nur etwas weniger Geduld für Dinge, die unnötig kompliziert sind. Damit kann ich leben.
Was ich im Januar dachte – und was 2026 daraus gemacht hat
Ich im Januar: „Jetzt bringe ich endlich mein Canva-Kurs-Update ordentlich voran.“
2026: „Klar. Hier sind erst einmal neue Canva-Funktionen, Workshops und jede Menge frische Fragen aus der Praxis.“
Fazit: Langsamer als gedacht. Vermutlich aber besser.
Ich im Januar: „Ich habe ein paar neue Ideen, die ich dieses Jahr umsetzen möchte.“
2026: „Ein paar? Süß.“
Fazit: Es wurden mehr. Dafür weiß ich inzwischen besser, welche davon wirklich meine Aufmerksamkeit verdienen.
Ich im Januar: „Und Pausen plane ich natürlich auch vernünftig ein.“
2026: Workshops, Projekte, Bahnchaos und Termine werden den Kalender füllen.
Fazit: Trotzdem haben Balkon, Bücher und Amsterdam ihren Platz bekommen. Aber die Sache mit dem Pausenmachen üben wir noch. 😉
Meine Lowlights: An welchen Stellen bewegte sich die erste Jahreshälfte eher rückwärts?
Natürlich lief nicht alles rund. Und manches, was grundsätzlich gut läuft, war trotzdem ziemlich anstrengend.
1. Mein Canva-Kurs und ich führen nach wie vor eine komplizierte Beziehung.
Dieses Update begleitet mich inzwischen schon eine ganze Weile.
Im Januar habe ich die Arbeit am Kurs wieder aufgenommen. Im Februar liefen die Aufnahmen eher schleppend. Im März ging es weiter und gleichzeitig war schon klar, dass durch Canva Create wieder neue Funktionen dazukommen würden.
Das ist natürlich praktisch, wenn man einen möglichst aktuellen Canva-Kurs anbieten möchte. Für die Person, die den Kurs aktualisiert, ist es jedoch gelegentlich etwas weniger praktisch. 😉
Was ich daraus aber inzwischen mitnehme: Das Update muss nicht möglichst schnell fertig werden.
Es muss sinnvoll sein.
Die Workshops im Juni haben mir sehr konkret gezeigt, welche Inhalte die Teilnehmenden brauchen und wo mehr Erklärungen notwendig sind. Dieses Feedback ist wertvoller als ein Update, das ich nur schnell abgeschlossen hätte.
2. Nicht jede Idee entwickelt sich so schnell, wie ich es mir wünsche.
Bereits zu Jahresbeginn hatte ich neue Ideen.
Im März kamen weitere Produktideen und ein größeres Vorhaben hinzu. Gleichzeitig lief die Akquise zu diesem Zeitpunkt eher schleppend.
Das ist eine Kombination, die ich aus der Selbstständigkeit ziemlich gut kenne. Im Kopf entstehen sieben neue Möglichkeiten, doch die Realität antwortet erst einmal mit: „Interessant. Wir schauen mal.”
Genau dabei hilft mir das Coaching sehr.
Nicht jede Idee muss sofort umgesetzt werden.
Manche darf ich testen. Manche parke ich. Manche verändern sich. Und manche waren vielleicht nur für ein paar Wochen interessant.
Das ist kein Scheitern, sondern Teil des Sortierens.
3. Manche Wochen waren schlicht zu voll
So hatte der April beispielsweise ein Woche mit Graphic Recording in Hamburg, mehreren Kennenlernterminen, kurzfristigen Angeboten und ziemlich viel Organisation direkt vor meinem Urlaub.
Im Mai stand ein Canva-Workshop auf dem Programm, für den aus geplanten zweieinhalb Stunden Bahnfahrt ungefähr neun Stunden wurden.
Im Juni war unter der Woche teilweise so viel los, dass ich mich hauptsächlich am Wochenende erholen konnte.
Nein, daraus leite ich jetzt nicht ab, dass ich nur noch vier Stunden am Tag arbeiten und jeden Nachmittag drei Stunden meditieren werde.
Das wäre vermutlich weder realistisch noch ich.
Aber ich merke sehr deutlich, dass Pausen besser funktionieren, wenn ich sie nicht erst einplane, nachdem mein Kalender bereits aussieht wie ein schlecht gespieltes Tetris-Level.
4. Ich muss nicht auf jede offene Frage sofort eine Antwort haben
Wie geht es mit meinem Podcast weiter?
Welche meiner Produktideen werden tatsächlich umgesetzt?
Wie genau verändern sich meine Angebote?
Wie soll meine neue Website aussehen?
Was davon möchte ich in den kommenden Jahren stärker machen und was vielleicht weniger?
Ein Teil meiner ersten Jahreshälfte bestand darin, genau diese Fragen auszuhalten.
Das fällt mir nicht immer leicht.
Aber vielleicht ist genau das eine meiner wichtigsten Erkenntnisse aus dem Coaching: Eine offene Frage ist nicht automatisch ein Problem, das ich sofort lösen muss.
Manchmal brauche ich erst mehr Informationen. Oder ein Experiment. Oder ein Gespräch. Oder schlicht ein bisschen Abstand.
Meine Playlist passend zum ersten Halbjahr 2026. 🎧
Weil sich sechs Monate zwischen Workshops, Ideen, Bahnchaos, Büchern, Amsterdam und der Frage „Was mache ich hier eigentlich als Nächstes?” natürlich auch musikalisch zusammenfassen lassen, gibt es hier meine inoffizielle Halbjahres-Playlist:
1. Talking Heads – Road to Nowhere
Für alle Momente, in denen der Plan noch nicht ganz klar war, ich aber trotzdem schon einmal losgelaufen bin.
2. Queen & David Bowie – Under Pressure
Für die Wochen, in denen der Kalender eindeutig mehr vorhatte als ich.
3. The Beatles – Paperback Writer
Bücher, Bücherstapel, Content, Schreiben – muss ich das wirklich noch erklären?
4. Daft Punk – Harder, Better, Faster, Stronger
Mein Kopf beim Optimieren von Kursen, Workshops und ungefähr allem anderen. Mein restlicher Körper hat gelegentlich Einspruch eingelegt.
5. Kraftwerk – Trans-Europe Express
Gewidmet der Deutschen Bahn. Wobei „Express” in meinem Fall im Mai eher optimistisch formuliert war.
6. Coldplay – Amsterdam
Zweimal Amsterdam in sechs Monaten rechtfertigt einen eigenen Song. Mindestens.
7. „Dog Days Are Over” von Florence + The Machine
Für die Momente, in denen aus Grübeln langsam wieder Aufbruch wurde.
8. Billy Joel – Vienna
Die musikalische Erinnerung daran, dass nicht alles sofort fertig werden muss. Ja, Canva-Kurs, ich schaue in deine Richtung.
9. Fleetwood Mac – Go Your Own Way
Für Ideen und Projekte, die sich partout nicht an meinen ursprünglichen Jahresplan halten wollten.
10. Depeche Mode – Enjoy the Silence
Für Balkon, Bücher und die überraschende Erkenntnis, dass nicht jede freie Minute mit einem neuen Projekt gefüllt werden muss.
11. Taylor Swift – Shake It Off
Für Bahnchaos, Planänderungen und all die kleinen Dinge, bei denen Aufregung die Situation leider auch nicht schneller gemacht hätte.
12. David Bowie – Changes
Wahrscheinlich der passendste Abschluss – vieles ist geblieben und gleichzeitig sortiert sich gerade ziemlich viel Neues.
Mein Fazit: Weniger ein Neustart dafür mehr Neuordnung
Wenn ich meine ersten sechs Monate des Jahres 2026 in einem Wort zusammenfassen müsste, wäre es vermutlich „Neuordnung”.
Ich habe nicht alles umgeworfen.
Im Gegenteil: Vieles, was funktioniert hat, ist geblieben. Dazu zählen meine Kund*innenarbeit, meine Workshops zu Content Management und Canva sowie meine Freude daran, Wissen aufzubereiten und weiterzugeben.
Gleichzeitig schaue ich genauer hin:
- Welche Arbeit möchte ich häufiger machen?
- Welche Projekte passen noch zu mir?
- Welche Dinge mache ich vielleicht nur, weil ich sie schon immer gemacht habe?
- Wo entstehen gerade neue Möglichkeiten, die ich vor einem Jahr noch gar nicht auf dem Schirm hatte?
Vielleicht musste ich auch erst 40 werden, um das zu erkennen. Vielleicht hätte ich dieselben Fragen auch schon mit 39 gestellt. Wir werden es nie erfahren. 😉
Was bedeutet das für die zweite Jahreshälfte 2026?
Für die kommenden Monate nehme ich vor allem drei Dinge mit:
1. Meine neue Website soll zeigen, wohin ich mich entwickelt habe
Im Juni habe ich den roten Faden wieder aufgenommen und im Juli habe ich bereits konkret mit der Arbeit an meiner neuen Website begonnen. Die Fotos folgen ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte.
Dabei geht es mir nicht einfach darum, ein paar Seiten hübscher zu gestalten. Die Website soll besser zeigen, was ich heute mache, welche Themen ich miteinander verbinde und wie ich mit Kund*innen und Teilnehmer*innen arbeite.
2. Ich möchte eigene Projekte gezielter weiterentwickeln
Im Juli und August habe ich bewusst keine Workshops und Vorträge geplant. Dadurch bleibt mehr Raum für die laufende Arbeit mit meinen Kund*innen, für meine Website und für Projekte, die zwischen den Terminen sonst gerne nach hinten rutschen.
Mein Ziel ist nicht, möglichst viele neue Dinge gleichzeitig zu starten.
Eher im Gegenteil. Ich möchte genauer entscheiden, welche Ideen wirklich weiterverfolgt werden.
3. Die Pausen bleiben Teil des Plans
Der Balkon bleibt. Bücherstapel sowieso.
Und kleine Reisen, Wochenenden ohne großes Programm sowie Zeit mit Menschen, die mir wichtig sind, möchte ich auch in der zweiten Jahreshälfte nicht erst dann einplanen, wenn sonst gar nichts mehr geht.
Denn wenn mir die ersten sechs Monate etwas gezeigt haben, dann vielleicht das:
- Es muss nicht immer alles schneller gehen.
- Es darf trotzdem ziemlich viel passieren.
Und manchmal merkt man erst beim Zurückblicken, dass aus vielen kleinen Schritten längst eine ziemlich deutliche Richtung geworden ist. Ich bin jedenfalls gespannt, wohin mich die zweite Jahreshälfte führt.