Im September drehte sich bei mir alles um Webinare, Content-Analyse, Fachbücher und Kund*innenprojekte – und ein verrückter Roadtrip.

​Monatsrückblick – ein Format, das es bei mir schon einmal gegeben hat und das ich langsam wiederbelebe. Ich gebe dir aber nicht nur Lese-, Hör- und Sehtipps, sondern spreche auch über meinen beruflichen und freiberuflichen Alltag sowie Highlights, die es bei mir gab. Ich wünsche dir viel Spaß mit meinen persönlichen Eindrücken. Berichte mir gerne von deinem Monat: Was sollte ich unbedingt lesen, hören oder sehen? Worüber hast du dich gefreut – was war dein persönliches Highlight? Verrate es mir gerne in den Kommentaren.

Meine Highlights im September 2026

Der September startete mit einigen Redaktionsmeetings für meine Kund*innen, in denen wir die Inhalte für diesen und teilweise auch für den kommenden Monat geplant haben. Der Fokus lag auch auf der laufenden Content-Arbeit für die Blogs, Newsletter und Social-Media-Kanäle meiner Kund*innen, damit diese zuverlässig weiterlaufen.

Zwischendurch habe ich mir bewusst Zeit für ein paar Kaffeetermine genommen und dabei direkt noch einige Fachbuchtipps mitgenommen. 😊 Für Events oder größere Termine außerhalb des Arbeitsalltags blieb diesmal wenig Raum, da die Vorbereitung mehrerer Webinare in der vorletzten Septemberwoche ziemlich viel Aufmerksamkeit erforderte. Vielleicht sieht das im Oktober wieder anders aus.

Insgesamt hatte ich im September vier Webinare, drei davon fanden in der vorletzten Septemberwoche statt. Inhaltlich war es eine schöne Mischung aus Social Media in der Unternehmenskommunikation und Canva, also genau den Themen, mit denen ich mich auch sonst viel beschäftige.

Die Fachbücher, die ich mir für den September vorgenommen hatte, habe ich ebenfalls alle gelesen. Themen wie „Content-Analyse” und „Content-Audits” klingen für viele wahrscheinlich eher trocken. Ich finde gerade diese Themen aber ziemlich spannend, da sie sehr konkret zeigen, welche Inhalte funktionieren, was fehlt und wo sich ein genaueres Hinschauen lohnt.

Mein September war geprägt von vielen kleinen Micro-Abenteuern. Das Auffälligste davon war ein Roadtrip von Hattingen nach Stuttgart, weiter nach München und wieder zurück nach Stuttgart, bevor es schließlich nach Hause ging. Der Anlass war ein ziemlich guter: Das jüngste Familienmitglied hatte Geburtstag. 😀

Fachbücher 2026: Was ich im September gelesen habe

Content Audits and Inventories

  • Darum geht’s: Paula Ladenburg-Land zeigt dir praxisnah, wie du Content Inventories und Audits planst, Inhalte systematisch bewertest und aus den Ergebnissen konkrete Entscheidungen für deine Content-Strategie und dein Content-Management ableitest.
  • Mein Kurzfazit: Für mich ist das Buch in erster Linie ein solides Arbeitsbuch, da es Content Audits nicht als einmalige Bestandsaufnahme betrachtet, sondern auch die Aspekte Planung, Kriterien, Zusammenarbeit im Team und langfristige Pflege berücksichtigt.
  • Mein größtes Learning: Ein guter Content Audit beginnt bereits vor der eigentlichen Analyse, denn klare Ziele, ein sinnvoller Umfang, passende Bewertungskriterien und die Unterstützung der Beteiligten sind entscheidend dafür, ob ich die Ergebnisse später tatsächlich nutzen kann.

Qualitative Content Analysis

  • Darum geht’s: Udo Kuckartz und Stefan Rädiker zeigen, wie qualitative Inhalte mithilfe von Kategorien systematisch analysiert werden, und leiten Schritt für Schritt durch strukturierende, evaluative und typenbildende qualitative Inhaltsanalysen.
  • Mein Kurzfazit: Das Buch ist für mich vor allem deshalb hilfreich, weil es die methodischen Grundlagen auf verständliche Weise mit einem konkreten Analyseprozess verbindet und dabei auch die praktische Arbeit mit Software berücksichtigt.
  • Mein größtes Learning: Besonders hängen geblieben ist bei mir, dass Kategorien je nach Fragestellung deduktiv, induktiv oder in einer Kombination aus beidem entwickelt werden können. Damit wird sehr bewusst festgelegt, aus welcher Perspektive das Material ausgewertet wird.

Big Magic 

  • Darum geht’s: Elizabeth Gilbert beschäftigt sich damit, wie ich meiner Kreativität mehr Raum geben kann, indem ich meiner Neugier folge, Ideen ernst nehme und akzeptiere, dass Unsicherheit und Angst zum kreativen Arbeiten dazugehören.
  • Mein Kurzfazit: Für mich funktioniert das Buch vor allem dann gut, wenn ich die teilweise sehr bildhafte und spirituelle Sicht auf Kreativität als Einladung verstehe, den eigenen Ideen mit etwas weniger Schwere und Erwartungsdruck zu begegnen.
  • Mein größtes Learning: Beim kreativen Arbeiten muss die Angst nicht erst verschwinden, denn ich kann sie wahrnehmen und trotzdem darauf achten, dass sie nicht darüber entscheidet, welche Ideen ich verfolge.

 

Meine September-2026-Highlights: Lese- und Sehempfehlungen

In einem einzigen Monat konsumiere ich wahnsinnig viele Bücher, Artikel, Videos und Podcasts. Warum also nicht darüber berichten?  Vielleicht ist auch etwas Interessantes für dich dabei.

Meine Leseempfehlung – Matter, Memory, and the Paradox of Perception

Maria Popova greift auf Henri Bergsons „Matter and Memory” zurück und zeigt, wie eng Wahrnehmung und Erinnerung miteinander verbunden sind, da wir die Gegenwart stets durch die Brille unserer bisherigen Erfahrungen betrachten. Damit stellt Bergson die Vorstellung infrage, dass wir unsere Umwelt wie eine Kamera objektiv erfassen. Denn unser Gedächtnis ergänzt, sortiert und interpretiert fortlaufend das, was wir wahrnehmen.

Der Beitrag geht noch einen Schritt weiter und beschreibt Wahrnehmung als aktiven Prozess, bei dem wir die Realität fortlaufend rekonstruieren und bei dem unsere Aufmerksamkeit mitentscheidet, was für uns überhaupt sichtbar wird. Daraus ergibt sich auch Bergsons Kritik an Denkweisen, die Erfahrungen in isolierte Bestandteile zerlegen, obwohl Dinge, Menschen und Wahrnehmungen immer in Beziehungen und Zusammenhängen stehen.

Warum lesen? Der Beitrag lohnt sich, wenn du besser verstehen möchtest, warum deine Wahrnehmung weniger objektiv ist, als sie sich anfühlt, und welchen Einfluss Erinnerung, Erfahrung und Aufmerksamkeit darauf haben, wie du die Welt einordnest.

Lerne mehr über Wahrnehmung und Erinnerung

Meine Sehempfehlung – AI Vision 2026

Bei der AI Vision London 2026 wird KI aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet: von Bildgenerierung und Markenarbeit über Stimme bis hin zu Schutzfragen, kreativen Spannungen und der Frage, welche Entscheidungen weiterhin beim Menschen liegen.

Mehrfach geht es darum, KI über die reine Content-Generierung hinaus zu betrachten und zu erörtern, wie sie kreative Prozesse, Gestaltung und Zusammenarbeit verändert. Gleichzeitig spielt die organisatorische Ebene eine wichtige Rolle, etwa wenn es um den verantwortungsvollen Einsatz, die Markenführung und klare Rahmenbedingungen für KI geht. Für mich zieht sich als gemeinsamer Gedanke durch die Themen, dass KI neue Möglichkeiten eröffnet, während Urteil, Kontext und Standards weiterhin bewusst von Menschen gesetzt werden müssen.

Wirf einen Blick auf die Videos, wenn du KI über einzelne Tools hinaus einordnen und besser verstehen möchtest, welche Fragen für Content, Marke und kreative Arbeit dadurch wichtiger werden.

Erfahre, wie KI kreative Arbeit verändert

Meine Hörempfehlung  – All the lonely people

Die Folge geht der Frage nach, warum sich Menschen trotz permanenter digitaler Erreichbarkeit einsam fühlen und was Einsamkeit von bewusst gewähltem Alleinsein unterscheidet. Im Gespräch mit der Historikerin Fay Bound Alberti wird Einsamkeit als das Gefühl eines Mangels beschrieben, der entsteht, wenn die vorhandenen sozialen Beziehungen nicht zu den eigenen Bedürfnissen passen.

Besonders spannend finde ich die Überlegung, dass uns heute oft die beiläufigen sozialen Kontakte fehlen, also jene Menschen außerhalb des engen Freundeskreises, denen wir regelmäßig im Alltag begegnen und durch die ein Gefühl von Gemeinschaft entsteht. Sabrina Cruz probiert deshalb aus, bewusst unter Menschen zu sein, und stellt fest, dass bereits kleine, unverbindliche Begegnungen ihre Einstellung zu Einsamkeit verändern.

Wenn du Einsamkeit weniger als persönliches Problem betrachten und besser verstehen möchtest, welchen Einfluss unser Alltag, digitale Kommunikation und fehlende soziale Zwischenräume darauf haben, solltest du diese Folge hören.

Setze dich mit Einsamkeit und Alleinsein auseinander

Vorschau: Was ich im Oktober vorhabe

Im Oktober stehen mehrere Webinare zu den Themen Canva, Social Media und Content Management auf dem Programm, die den fachlichen Schwerpunkt des Monats bilden.

Darüber hinaus begleite ich ein Unternehmen strategisch beim Einrichten von Canva und bei der Einarbeitung der künftigen Nutzer:innen. Parallel dazu bereite ich ein Shooting für neue Bilder im November vor, um diesen Punkt endlich von meiner eigenen Liste zu streichen.

Genau diese Liste soll im Oktober generell mehr Aufmerksamkeit bekommen, da sich darauf einige offene Aufgaben angesammelt haben, für die im Alltag bisher zu wenig Raum war.

Deshalb plane ich aktuell erstmal keine weiteren Projekte ein, damit genug Zeit für die bestehenden Themen bleibt.