Hinter dem einundzwanzigste Türchen verbirgt sich Ute Blindert. Sie erklärt dir, warum es wichtig ist, neue Dinge zu lernen und auszuprobieren.

 

Über die heutige Inputgeberin

 
Ute Blindert

Ute Blindert

Netzwerk-Fan, LinkedIn-Aficionada, Xing-Veteranin

„Ute Blindert berät Unternehmen und Organisationen sowie Selbständige und Solopreneure zum Thema „Netzwerken in digitalen Zeiten“. Denn Netzwerken ist der Schlüssel, damit die richtigen Menschen zueinander finden und leichter, offener, besser zusammenarbeiten. Besonders fasziniert ist sie dabei von den Möglichkeiten des Business-Netzwerks LinkedIn, zu dem sie Aktionstage, Online-Kurse und Online-Seminare anbietet.“
(via UPLOAD Magazin)

 

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Übers Lernen und Ausprobieren – #EinfachMachen

Wie hat sich deine Arbeitsweise in diesem Jahr verändert?

Meine Arbeitsweise ist ziemlich gleich geblieben. Ich bin zwar nicht mehr so viel unterwegs – was ich richtig schön finde – habe aber auch vorher konzentriert an meinen Projekten gearbeitet. Gut, mit vielen Kunden arbeite ich jetzt online, aber das habe ich auch vorher schon gemacht.

Was sich sehr geändert hat, ist, dass ich jetzt ganze Workshops oder BarCamps online mache. Das geht, ist aber je nach technischer Anforderung eine große Herausforderung und auch ziemlich anstrengend. Dafür entfällt dann wieder die Fahrerei und Schlafen im eigenen Bett mag ich lieber als im Hotel.

 

Hast du spürbare Veränderungen in deiner Branche gesehen – gute oder schlechte?

Was ich unglaublich beeindruckend finde, ist, wie schnell sich manche meiner Kunden oder auch Kolleg*innen umgewöhnt haben. Mit denen habe ich wahnsinnig viel ausprobiert, gelernt, Fehler gefunden und ausgemerzt und dann richtig gute Projekte umgesetzt. Dieser unternehmerische Geist, dieses „Wir packen das!“ hat mich richtig mitgerissen!

Bei manchen Kolleg*innen habe ich mitbekommen, dass es für sie richtig schwer war, als im März das Geschäft eingebrochen ist und im Grunde ja auch nicht in gleicher Stärke wieder zurückkam. Das nimmt mich dann persönlich mit und ich versuche dann, Formate und Ideen zu entwickeln, um diese zu unterstützen – zum Beispiel auch mit dem #neverlunchalone jeden Freitag um Zwölf, wo wir voneinander lernen und uns austauschen.

 

Wie hast du dieses Jahr – trotz des Chaos – Inspiration, Kreativität und/oder Produktivität –wieder– finden können?

Mir hat es in diesem Jahr geholfen, im Austausch mit anderen Unternehmer*innen zu sein – so habe ich zum Beispiel eine wöchentliche „Gedenkse“-Runde, in der ich mich mit drei anderen Frauen zu unternehmerischen, aber auch politischen und gesellschaftlichen Fragen austausche. Außerdem habe ich dieses Jahr genutzt, um richtig viel zu lernen und auszuprobieren: für mein Netzwerkbooster-Event haben wir so viele Tools und Methoden getestet, dass ich das Gefühl hatte, meine Lernkurve ist senkrecht.

Kurz, wenn ich es runterbrechen sollte auf 3 Tipps, empfehle ich folgendes:

  • Kurze Lerneinheiten einlegen: Am besten als „Deep work“-Termine im Kalender eintragen und dann einfach machen.
  • Austauschrunden suchen: Das könnte ein „Working out loud“-Circle sein oder auch eine eigene Gruppe. Ich würde noch darauf achten, dass es eine positive Grundhaltung gibt, die nach Chancen sucht anstatt Schlechtes nur zu bejammern. (Wobei jammern auch mal sein darf;-)!)
  • Reflexionszeiten einrichten: Ich schreibe jeden Tag Tagebuch, lese den „Daily Stoic“ und meditiere. In Summe brauche ich dafür gar nicht so viel Zeit, erweist sich aber als wichtiger Ruhepol im Alltag.

 

Hast du noch etwas auf dem Herzen?

Mir ist es in diesem Jahr besonders wichtig geworden, andere Unternehmer*innen zu unterstützen und von deren Produkten und Dienstleistungen zu erzählen, darauf hinzuweisen und Werbung zu machen. Die großangekündigte staatliche Unterstützung hat ja für viele Solopreneure und Unternehmer*innen nicht besonders gut geholfen – daher sollten wir untereinander besonders solidarisch sein, Ideen teilen, Produkte zeigen, Wissen weitergeben und gemeinsam an Lösungen arbeiten.